Wie viele Pilzarten gibt es

Erstaunlicherweise gehören Pilze biologisch gesehen, weder zu den Tieren noch zu den Pflanzen, stehen aber den Tieren näher.

Wie viele Pilzarten gibt es

image by: Matthew Mendoza cc by sa

Pilze gibt es als Einzeller, zu denen beispielsweise die Hefen gehören, wie auch Vielzeller zu denen die uns bekannten Speisepilze gehören.

Es gibt Tausende verschiedener Pilzarten. Abgesehen von den Speisepilzen gibt es noch viele weitere Pilzarten die wir nutzen, vermutlich meist ohne dass uns dies bewusst wäre.

Viele Speisepilze können kultiviert und gezüchtet werden, manche auch nicht. Zu den nicht kultivierbaren Speisepilzen gehören beispielsweise die beliebten Steinpilze, diese werden als Wildpilze gesammelt. Voraussetzung um Wildpilze sammeln zu können, ist ein fundiertes Wissen über die verschiedenen Pilzarten. Bei ungenügender Kenntnis ist schnell ein Giftpilz mit einem Speisepilz verwechselt, die Folgen können schrecklich sein. Es ist keine Schande, die gesammelten Pilze nochmals kontrollieren zu lassen, vier Augen sehen bekanntlich mehr, als zwei Augen. Auch erfahrene Pilzsammler tun dies, denn bei der enormen Menge an verschiedenen Pilzarten wäre es gar nicht möglich, alle Pilze zu kennen.

Wie viele Pilzarten gibt es? Man geht davon aus, dass es bis zu einer Million verschiedener Pilzarten gibt.


Nachfolgend eine alphabethische Liste der bekannteren Pilzarten:

• Austernseitlinge, kommen relativ häufig vor, leben an Laubholzstämmen

• Brätling, kommen noch relativ häufig vor, lebt im Laubwald und Nadelwald

• Butterpilz, kommen häufig vor, lebt im Nadelwald

• Echter Waldchampignon, kommen häufig vor, leben im Laubwald und Nadelwald

• Elfenbein-Schneckling, kommen relativ häufig vor, leben im Laubwald

• Erbsenstreuling, eher selten, leben im Nadelwald

• Espen-Rotkappe, geschützter Pilz, kommen relativ häufig vor, Leben unter Espen

• Fliegenpilz, Giftpilz, kommen häufig vor, leben auf sauren Böden

• Grubenlorchel, kommen häufig vor, leben im Laubwald und Nadelwald, in Gärten, Gebüsch und Parks

• Judasohr, kommen häufig vor, leben vor allem auf abgestorbenem Laubholz

• Kaiserling, geschützter Pilz, kommen relativ selten vor, leben im Laubwald

• Kegeliger Saftling, geschützt, giftig, kommen relativ häufig vor, leben an moosigen Stellen

• Kiefern-Steinpilz, kommen sehr selten vor, sollten deshalb geschont werden, leben im Nadelwald

• Kirschroter Saftling, geschützt, kommen relativ häufig vor, leben an moosigen Stellen

• Kornblumen-Röhrling, kommen selten vor, sollten deshalb geschont werden, leben im Laubwald und Nadelwald

• Krause Glucke, kommen relativ häufig vor, leben im Nadelwald

• Kräuterseitling, kommen eher selten vor, leben in Trockenwiesen oder auch an felsigen Abhängen

• Kuhmaul, kommen relativ häufig im Gebirge vor, seltener im Flachland, leben im Nadelwald

• Leberreischling, kommen relativ selten vor, sollten deshalb geschont werden, leben am Fusse abgestorbener Stämme

• Maipilz, kommen im Frühjahr häufig vor, leben im Laubwald

• Maronen-Röhrling, kommen sehr häufig vor, leben im Laubwald und Nadelwald

• Mönchskopf, kommen häufig vor, leben im Laubwald und Nadelwald

• Nelkenschwindling, kommen häufig vor, leben in Wiesen und Gärten

• Perlpilz, kommen sehr häufig vor, leben im Laubwald und Nadelwald

• Pfifferling, kommen sehr häufig vor, leben im Laubwald und Nadelwald

• Reifpilz, kommen relativ häufig vor, leben im Nadelwald

• Rosenroter Gelbfuss, kommen relativ häufig vor, leben im Nadelwald

• Rotfuss-Röhrling, kommen relativ häufig vor, leben im Laubwald und Nadelwald

• Rötliche Koralle, kommen (lokal) relativ häufig vor, leben im Laubwald und Nadelwald

• Runzelige Koralle, kommen relativ häufig vor, leben im Laubwald und Nadelwald

• Schaf-Champignon, kommen relativ häufig vor, leben auf Wiesen, Weiden und Äcker

• Schild-Rötling, kommen relativ häufig vor, leben im Gärten und Parks

• Schmarotzer-Röhrling, kommen sehr selten vor, leben im Laubwald und Nadelwald

• Schneeweisser Ellerling, kommen relativ häufig vor, leben auf Weiden und Wiesen

• Schopftintling, kommen relativ häufig vor, leben Wiesen und Feldern, aber auch in Wäldern

• Schwarzhütiger Steinpilz, kommen sehr selten vor, sollten deshalb geschont werden, leben im Laubwald

• Schwarzpunktierter Schneckling, kommen relativ häufig vor, leben im Nadelwald

• Sommer-Steinpilz, kommen relativ häufig vor, leben im Laubwald, im Mischwald und auch in Gärten

• Speisemorchel, kommen (lokal) häufig vor, leben im Laubwald, im Mischwald und auch in Gärten

• Spitzmorchel, kommen relativ häufig vor, leben im Laubwald und Nadelwald

• Steinpilz, kommen sehr häufig vor, leben im Nadelwald und im Mischwald

• Totentrompete (oder auch Herbsttrompete), kommen (lokal) sehr häufig vor, leben vorzugsweise im Laubwald, eher selten auch im Nadelwald

• Trompeten-Pfifferling, geschützt, kommen häufig vor, leben im Laubwald und Nadelwald

• Violetter Lacktrichterling, kommen häufig vor, leben im Laubwald und Nadelwald

• Violetter Schleierling, kommen relativ häufig vor, leben im Nadelwald und im Mischwald

• Wald-Schneckling, kommen relativ selten vor, leben im Laubwald und im Mischwald

• Weinrötlicher Zwerg-Champignon, kommen relativ häufig vor, leben im Nadelwald und im Mischwald

• Wiesen-Ellerling, kommen eher selten vor, leben auf Wiesen und Feuchtwiesen

• Wiesen-Stäubling, kommen häufig vor, leben auf Wiesen und Weiden, sowie auch in Gärten

• Wolliger Scheidling, kommen relativ selten vor, leben auf Laubhölzern, sowohl auf toten wie auch auf lebenden

• Ziegenlippe, kommen häufig vor, leben im Nadelwald und im Mischwald

• Zitzen-Riesenschirmling, kommen (lokal) häufig vor, leben im Laubwald und im Nadelwald


Erwähnenswert ist auch, dass das grösste Lebewesen auf Erden, ein Pilz ist. Im US-amerikanischen Bundesstaat Oregon hat sich eine Hallimasch Art über rund 880 Hektar ausgebreitet. Man schätzt das Gewicht dieses grössten Lebewesens auf über 600 Tonnen, und das Alter auf mindestens 2400 Jahre.
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