Eine Banane hat rund 90 Kilokalorien pro 100 Gramm Fruchtfleisch. Eine mittelgroße Banane mit etwa 120 Gramm essbarem Anteil liefert damit gut 100 Kilokalorien, kaum Fett, dafür reichlich Kohlenhydrate, Kalium und Vitamin B6.
Die Banane ist eines der beliebtesten Obststücke in Deutschland: praktisch verpackt, sättigend und süß. Gleichzeitig hält sich der Ruf, sie mache dick. Dieser Ratgeber zeigt, wie viele Kalorien und Nährstoffe eine Banane wirklich hat, wie der Reifegrad die Werte verändert und welche Rolle sie beim Abnehmen und im Sport spielt.
Kalorien nach Größe
Bananen werden meist mit Schale gewogen. Die Schale macht etwa ein Drittel des Gewichts aus. Als Richtwerte für das essbare Fruchtfleisch gelten:
| Größe | Fruchtfleisch | Kalorien (ca.) |
|---|---|---|
| Kleine Banane | 90 g | 80 kcal |
| Mittelgroße Banane | 120 g | 105–110 kcal |
| Große Banane | 150 g | 135 kcal |
| 100 g Fruchtfleisch | 100 g | 88–95 kcal |
Die Angaben schwanken je nach Sorte, Anbaugebiet und Reife leicht. Für den Alltag reicht die Faustregel: eine Banane, etwa 100 Kilokalorien.
Nährwerte pro 100 Gramm
- Energie: ca. 90 kcal
- Kohlenhydrate: ca. 20 g, davon rund 17 g Zucker (Glukose, Fruktose, Saccharose) bei reifen Früchten
- Ballaststoffe: ca. 2 g
- Eiweiß: ca. 1,1 g
- Fett: ca. 0,2 g
- Kalium: ca. 360 mg
- Magnesium: ca. 30 mg
- Vitamin B6: ca. 0,35 mg, damit deckt eine mittelgroße Banane einen beachtlichen Teil des Tagesbedarfs
- Vitamin C: ca. 10 mg
Zum Vergleich: Ein Apfel hat etwa 52 bis 55 Kilokalorien pro 100 Gramm, Weintrauben rund 70, eine Avocado etwa 160 bis 200. Die Banane liegt also im oberen Mittelfeld der frischen Obstsorten, vor allem weil sie mehr Kohlenhydrate und weniger Wasser enthält.
Grün, gelb oder braun: Was der Reifegrad ändert
Während die Banane reift, verwandelt sich ihre Stärke in Zucker. Die Kalorien bleiben dabei fast gleich, aber die Wirkung auf den Körper ändert sich:
- Grünliche Bananen enthalten viel resistente Stärke. Sie wird im Dünndarm kaum verdaut, dient im Dickdarm den Darmbakterien als Nahrung, lässt den Blutzucker langsamer steigen und sättigt länger. Manche Menschen bekommen davon aber Blähungen.
- Gelbe Bananen sind süß, gut verdaulich und liefern ihre Energie schneller.
- Braun gesprenkelte Bananen haben den höchsten Zuckeranteil und eignen sich gut zum Backen, für Smoothies oder als Süßungsersatz in Bananenbrot und Pfannkuchen.
Der glykämische Index der Banane liegt je nach Reife im niedrigen bis mittleren Bereich, deutlich unter dem von Weißbrot oder Limonade.
Vorsicht bei Bananenchips und getrockneten Bananen
Verarbeitete Bananen haben eine ganz andere Bilanz. Handelsübliche Bananenchips werden meist in Kokos- oder Palmöl frittiert und oft gesüßt. Sie kommen auf rund 500 Kilokalorien pro 100 Gramm und viel gesättigtes Fett. Getrocknete Bananen ohne Fett liegen bei etwa 300 bis 350 Kilokalorien, weil das Wasser entzogen ist und sich der Zucker konzentriert. Eine Handvoll ist schnell gegessen und entspricht dann mehreren frischen Bananen.
Macht die Banane dick?
Nein, nicht für sich allein. Ob man zunimmt, hängt von der Energiebilanz des ganzen Tages ab. Eine Banane mit rund 100 Kilokalorien ersetzt gut einen Schokoriegel mit 250 Kilokalorien oder ein Croissant mit über 400. Durch Ballaststoffe und ihr Volumen sättigt sie besser als Süßigkeiten mit gleichem Zuckergehalt.
Wer eine Diät macht, muss Bananen daher nicht streichen. Sinnvoll ist es, sie als Zwischenmahlzeit oder im Müsli statt zusätzlichem Zucker zu nutzen. Kombiniert mit Eiweiß und Fett, etwa mit Naturjoghurt oder ein paar Nüssen, steigt der Blutzucker langsamer an. Menschen mit Diabetes sollten Bananen in ihre Kohlenhydratberechnung einbeziehen; eine mittelgroße Banane entspricht etwa zwei Kohlenhydrateinheiten. Bei stark eingeschränkter Nierenfunktion kann der Kaliumgehalt eine Rolle spielen, das sollte man ärztlich besprechen.
Banane im Sport
Bananen sind bei Ausdauersportlern beliebt, etwa bei Marathons, Radrennen und Tennisturnieren. Sie liefern schnell verfügbare Kohlenhydrate, sind leicht verdaulich und mit Schale hygienisch verpackt. Das Kalium unterstützt den Elektrolythaushalt, der beim Schwitzen beansprucht wird. Eine halbe bis ganze Banane etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Training oder während längerer Belastung ist eine gängige Empfehlung.
Leichte Ideen mit Banane
- Bananen-Haferbrei: 40 g Haferflocken mit Wasser oder Milch aufkochen, eine halbe zerdrückte Banane unterrühren. Zusätzlicher Zucker ist überflüssig.
- Bananen-Eis ohne Zucker: reife Bananen in Scheiben schneiden, einfrieren und im Mixer cremig pürieren, nach Wunsch mit Kakao oder Beeren.
- Joghurt-Bowl: 150 g Naturjoghurt, eine kleine Banane und ein Esslöffel gehackte Nüsse ergeben eine sättigende Zwischenmahlzeit mit rund 250 Kilokalorien.
- Pfannkuchen aus zwei Zutaten: eine Banane mit zwei Eiern verquirlen und kleine Pfannkuchen in einer beschichteten Pfanne ausbacken.
- Bananenbrot: Sehr reife Bananen ersetzen einen Teil des Zuckers im Teig.
Herkunft, Sorten und Lagerung
Die meisten Bananen in deutschen Supermärkten stammen aus Ecuador, Kolumbien, Costa Rica und Panama. Fast alle gehören zur Sorte Cavendish. Daneben gibt es kleine, besonders süße Babybananen und Kochbananen, die stärkereich sind und nur gegart gegessen werden.
Bananen sind kälteempfindlich: Im Kühlschrank wird die Schale schnell braun-schwarz und das Aroma leidet. Am besten lagern sie bei Zimmertemperatur, getrennt von anderem Obst. Reife Bananen geben das Reifegas Ethylen ab und lassen Äpfel, Avocados oder Kiwis schneller nachreifen. Wer unreife Avocados schneller essreif haben will, legt sie gezielt neben Bananen. Am Bananenhalter hängend bekommen die Früchte keine Druckstellen. Sehr reife Bananen lassen sich geschält und in Stücke geschnitten einfrieren und halten so mehrere Monate, ideal für Smoothies und Backen.
Häufige Fragen
Wie viele Kalorien hat eine mittelgroße Banane?
Etwa 105 bis 110 Kilokalorien bei rund 120 Gramm Fruchtfleisch.
Haben reife Bananen mehr Kalorien als grüne?
Kaum. Beim Reifen wird Stärke zu Zucker umgebaut, die Energiemenge bleibt fast gleich. Reife Bananen lassen den Blutzucker aber schneller ansteigen.
Kann man abends Bananen essen?
Ja. Entscheidend für das Gewicht ist die Gesamtmenge an Kalorien über den Tag, nicht die Uhrzeit.
Wie viele Bananen am Tag sind gesund?
Für gesunde Menschen sind ein bis zwei Bananen täglich als Teil von rund zwei Portionen Obst problemlos. Abwechslung mit anderen Obstsorten bringt mehr verschiedene Vitamine. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt insgesamt fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag, davon den größeren Teil Gemüse.



