Wäsche waschen – ein leidiges Übel das sich Woche für Woche wiederholt. Nach einigen Jahren Erfahrung geht einem die Arbeit allerdings leicht von der Hand. Wäsche waschen wird zur Routine.
Wenn man aber noch nicht sehr viel Erfahrung mit dem Wäsche waschen hat, könnte man bereits im Supermarkt kopfschüttelnd vor dem endlos langen Regal mit den unglaublich vielen Produkten, welche man zum Wäsche waschen braucht, oder besser gesagt brauchen könnte, stehen. Erste Verwirrung kommt vermutlich bei vielen da schon auf.
Was man zum Wäsche waschen wirklich braucht, ist aber gar nicht so viel:
• Ein Waschmittel für Weisses
• Ein Waschmittel für die Buntwäsche
• Ein Waschmittel für Feines
• Ein Waschmittel für Wolle
Wenn man denn vollbepackt mit den verschiedenen Waschmitteln zu Hause vor der Waschmaschine steht, stellt sich natürlich die nächste Frage: Welche Wäsche zusammen waschen, und vor allem, wie warm soll es denn sein?
Wie wasche ich welche Wäsche?
Wäsche sortieren:
• nach Farbe
• nach Temperatur (30°, 40°, 60°, 95°-Wäsche)
Das heisst also, die rote Baumwoll-Bluse mit dem weissen Strick-Pullover ist eine eher schlechte Kombination. Zum einen gehört Rot zu den Farben die am ehesten abfärben, zum anderen sollten gestrickte Pullover, nur in der Maschine gewaschen werden, wenn diese auch wirklich ein spezielles Woll-Programm hat. Ansonsten wäscht man gestrickte Pullover besser von Hand.
Hat man nun also verschiedene Wäscheberge vor sich, kann die Waschmaschine mit dem ersten Berg gefüllt werden. Allerdings sollte diese nie vollgestopft werden. Je empfindlicher die Kleidungsstücke sind, umso weniger sollte in die Waschmaschine gepackt werden.
• Bei unempfindlicher Wäsche (Leintücher, Badetücher etc.), darf die Maschine zu zwei Drittel gefüllt werden
• Bei empfindlicher Wäsche, allerhöchstens halb voll
Bei Unsicherheit kann man auch auf der eingenähten Etikette nachschauen. Normalerweise sollte eigentlich jedes Kleidungsstück, ob Hose, Rock, Pullover oder Jacke eine solche Etikette haben. Da drauf steht wie heiss das Kleidungsstück gewaschen werden darf. Was da steht, gibt immer die höchst mögliche Temperatur für die Wäsche an. Ausserdem kann man da auch sehen, ob man das Kleidungsstück in den Wäschetrockner geben darf.
Auch der Wäschetrockner sollte nie überfüllt werden. Zum einen dauert die Trocknungszeit viel länger wenn zu viel im Trockner ist, zum anderen wird auch die Wäsche nicht ganz so zerknittert wenn weniger in den Trockner gefüllt wurde. Wer nicht gerne bügelt, sollte da schon drauf achten.
Es wird uns auch immer wieder empfohlen ein Entkalkungsmittel zu verwenden, damit die Waschmaschine nicht verkalken kann. Manche Waschmittel haben aber schon Entkalkungsmittel als Zusatz mit drin, also erst auf der Verpackung nachschauen, ob schon welches drin ist, bevor man noch zusätzlich was dazu gibt.
Auch Weichspüler sind nicht immer dringend nötig. Bei Strickwaren beispielsweise sind Weichspüler überhaupt nicht empfehlenswert. Wäsche die im Wäschetrockner getrocknet wird, braucht auch nicht unbedingt einen extra Weichspüler. Vielen benützen Weichspüler auch nur wegen dem angenehmen Duft, und nicht weil die Wäsche weicher wird.
Flecken vorbehandeln
Vor dem Waschen Flecken so bald wie möglich behandeln, damit sie sich nicht dauerhaft in die Fasern setzen. Schnell handeln erhöht die Chance, dass normale Waschprogramme den Fleck entfernen.
Je nach Fleckart mit kaltem oder lauwarmem Wasser ausspülen und überschüssiges Material vorsichtig entfernen. Danach ein geeignetes Fleckenmittel oder eine milde Seife punktuell einarbeiten und kurz einwirken lassen, bevor das Kleidungsstück in die Maschine kommt.
- Ölige oder fettige Flecken mit einem fettlösenden Mittel vorbehandeln.
- Proteinhaltige Flecken (Blut, Ei) zunächst mit kaltem Wasser ausspülen und dann behandeln.
- Farbstoffflecken (Rotwein, Beeren) schnell mit etwas Wasser benetzen und behandeln.
Richtiges Trocknen und Lüften
Die Trocknung beeinflusst Form und Lebensdauer von Textilien stark. Lufttrocknen auf einem Wäscheständer ist besonders schonend für viele Materialien, während der Trockner für robuste Wäsche geeignet ist.
Bügeln, Lagerung und Pflegehinweise
Kleider nach Pflegeetikett bügeln: Die richtige Temperatur schützt Fasern vor Schäden. Bei Unsicherheit niedriger beginnen und bei Bedarf erhöhen. Dampfbügeln kann bei vielen Stoffen Falten reduzieren ohne hohen Druck.
Saubere und trockene Kleidung lichtgeschützt und luftig lagern, damit sie länger frisch bleibt. Schwere Teile liegend aufbewahren, empfindliche Stücke auf gepolsterten Bügeln hängen. Regelmässiges Lüften der Aufbewahrungsorte reduziert Gerüche und Feuchtigkeit.
Häufige Fragen
Wie sollte ich meine Wäsche sortieren?
Die Wäsche sollte nach Farbe und nach Temperatur (z.B. 30°, 40°, 60°, 95°) sortiert werden. Rot gehört zu den Farben, die am ehesten abfärben und sollte daher nicht mit hellen Teilen zusammen gewaschen werden.
Wie voll darf ich die Waschmaschine packen?
Die Maschine sollte bei unempfindlicher Wäsche bis zu zwei Drittel gefüllt werden, bei empfindlicher Wäsche höchstens halb voll. Empfindliche oder gestrickte Teile brauchen generell weniger Füllmenge oder sollten besser von Hand gewaschen werden.
Wie finde ich die richtige Waschtemperatur für ein Kleidungsstück?
Auf dem eingenähten Etikett steht, wie heiß das Kleidungsstück gewaschen werden darf; diese Angabe gibt die maximal mögliche Temperatur an. Bei Unsicherheit das Etikett prüfen, bevor die Wäsche in die Maschine kommt.
Brauche ich immer Weichspüler oder Entkalkungsmittel?
Weichspüler sind nicht immer nötig und bei Strickwaren sogar nicht empfehlenswert; Wäsche, die im Trockner getrocknet wird, braucht meist keinen extra Weichspüler. Manche Waschmittel enthalten bereits Entkalkungsmittel, daher vor zusätzlicher Zugabe die Verpackung prüfen.



