Zwingerhusten ist eine Krankheit an der unsere vierbeinigen Lieblinge, unsere Hunde, erkranken können. Auch wenn die Krankheit als Zwingerhusten bezeichnet wird, heisst das aber noch lange nicht, dass nur Hunde die nachts zusammen gerollt in einer Ecke ihres Zwinger schlafen, diese bekommen können. Auch unser kleiner Liebling, der sich nachts genüsslich auf dem Sofa breit macht, kann an Zwingerhusten erkranken.
Beim Zwingerhusten steckt sich der Hund, wie wir Menschen bei der Grippe, durch verschiedene Viren und Bakterien die von kranken Hunden ausgeniest werden (also Tröpfcheninfektion), an. Hunde die viel mit anderen Hunden zusammen sind, sind also gefährdeter, als Hunde die weniger Kontakt zu anderen Hunden haben.
Allerdings ist auch nicht jeder Hund, und nicht zu jeder Zeit, gleich gefährdet. Hunde die unter Stress stehen werden natürlich eher krank, auch Hunde die schlecht ernährt werden, oder unter Parasitenbefall leiden haben ein erhöhtes Risiko am Zwingerhusten zu erkranken wenn sie damit in Berührung kommen.
Aber wie bemerkt man nun, dass sich der Hund mit dem Zwingerhusten angesteckt hat? Erste Anzeichen der Erkrankung treten nach vier bis zehn Tagen nach der Ansteckung auf:
• Atembeschwerden
• Nasenauslauf, wässrig bis eitrig
• Husten, geht bis zu Hustenattacken mit Würgereiz
Der Zwingerhusten kann in leichten Fällen von alleine wieder verschwinden, manchmal schon nach wenigen Tagen.
Wenn der Husten aber nicht nach wenigen Tagen von alleine wieder verschwindet, und eventuell noch Fieber dazu kommt, dann sollte man unbedingt mit dem Hund zum Tierarzt gehen. Es gibt Medikamente mit denen der Zwingerhusten behandelt werden kann. Man sollte nicht zu lange warten, denn der Zwingerhusten kann, in schweren Fällen, bis zum Tod des Hundes führen.
Um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, kann man den Hund vorsorglich auch gegen den Zwingerhusten impfen lassen, wobei auch dies keinen absolut sicheren Schutz darstellt. Am besten lässt man sich vom Tierarzt beraten. Schliesslich schützen wir uns auch soweit als möglich vor drohenden Krankheiten, dann sollten wir dies auch für unseren kleinen Liebling tun.
Der Zwingerhusten, er wird übrigens auch als Hundehusten oder Hundegrippe bezeichnet, stellt für den Menschen keine Gefahr dar, Menschen können sich nicht bei Hunden anstecken. Allerdings können sich angeblich Hunde bei Grippe kranken Menschen anstecken. Das heisst dann wohl, wenn wir gerade eine Grippe auskurieren sollten wir uns nicht zusammen mit unserem Hund aufs Sofa legen – sondern ins Bett und das Sofa ganz dem Hund überlassen.
Hygiene und Isolation zu Hause
Bei Verdacht auf Zwingerhusten ist es wichtig, den Kontakt zu anderen Hunden deutlich zu reduzieren, bis eine tierärztliche Abklärung erfolgt ist. Bereiche, in denen der kranke Hund Ruhe findet, sollten leicht zu reinigen und gut belüftet sein.
Regelmässiges Reinigen von Futternapf, Decke und Spielzeug hilft, Erreger im Umfeld zu verringern. Hände nach Kontakt mit dem Hund oder dessen Gegenständen gründlich waschen.
- Separate Schlaf- und Fütterungsplätze nutzen
- Textilien regelmässig wechseln und waschen
- Oberflächen mit haushaltsüblichen Reinigungsmitteln säubern
Pflege und Beobachtung während der Genesung
Ruhe und eine ruhige Umgebung fördern die Genesung. Körperliche Anstrengung und stressige Situationen möglichst vermeiden, bis der Hund wieder aktiv wirkt.
Auf Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme achten; bei vermindertem Appetit oder Atmungsproblemen sollte erneut tierärztlicher Rat eingeholt werden. Regelmässige Kontrolle der Atmung, des Allgemeinbefindens und der Körpertemperatur hilft, Veränderungen früh zu erkennen.
- Kurze, ruhige Spaziergänge nur nach tierärztlicher Empfehlung
- Medikamente genau nach Anweisung verabreichen
- Bei Verschlechterung sofort professionelle Hilfe suchen
Häufige Fragen
Wie wird Zwingerhusten übertragen?
Der Hund steckt sich durch verschiedene Viren und Bakterien an, die von kranken Hunden ausgeniest werden, also durch Tröpfcheninfektion. Hunde mit viel Kontakt zu anderen Hunden sind stärker gefährdet.
Wie lange ist die Inkubationszeit bis erste Symptome auftreten?
Erste Anzeichen der Erkrankung treten nach vier bis zehn Tagen nach der Ansteckung auf. In dieser Zeit kann sich die Krankheit im Tier entwickeln, bevor Symptome sichtbar werden.
Woran erkennt man Zwingerhusten beim Hund?
Typische Symptome sind Atembeschwerden, Nasenausfluss (wässrig bis eitrig) und Husten, der bis zu Hustenattacken mit Würgereiz gehen kann. In schweren Fällen kann zusätzlich Fieber auftreten.
Können sich Menschen bei Hunden mit Zwingerhusten anstecken?
Der Zwingerhusten stellt für den Menschen keine Gefahr dar; Menschen können sich nicht bei Hunden anstecken. Allerdings können sich angeblich Hunde bei grippekranken Menschen anstecken.



