Wie koche ich Blumenkohl

Wie koche ich Blumenkohl

Blumenkohl ist in wenigen Minuten gar: ganz im Salzwasser etwa 15 bis 20 Minuten, in Röschen 8 bis 12 Minuten. Wer ihn dämpft, röstet oder gratiniert, holt noch mehr Aroma heraus. Hier steht, wie man Blumenkohl richtig auswählt, putzt und kocht – und was man sonst mit ihm anstellen kann.

Blumenkohl gehört in Deutschland zu den beliebtesten Kohlsorten. Er schmeckt mild, ist leicht verdaulich und reich an Vitamin C. Man isst ihn roh als Salat oder gekocht als Beilage zu Fisch und Fleisch, als Suppe oder Hauptgericht.

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Einen guten Blumenkohl erkennen

  • Die Blume ist fest, geschlossen und gleichmäßig weiß bis cremefarben. Die Röschen dürfen nicht auseinanderfallen.
  • Keine Flecken: Braune oder graue Stellen zeigen, dass der Kohl alt ist oder zu lange lag. Kleine Flecken lassen sich wegschneiden.
  • Die Blätter sind frisch, grün und knackig. Sie schützen die Blume und verraten die Frische am besten.
  • Gewicht: Ein guter Kopf fühlt sich für seine Größe schwer an.

Blumenkohl aus deutschem Anbau gibt es etwa von Juni bis November, den Rest des Jahres kommt er meist aus Südeuropa. Neben dem weißen gibt es grünen Blumenkohl, den spitzturmigen Romanesco sowie violette und orangefarbene Sorten. Sie werden genauso zubereitet, violetter Kohl verliert beim Kochen allerdings etwas Farbe.

Blumenkohl vorbereiten

  1. Die äußeren grünen Hüllblätter abbrechen. Zarte innere Blätter kann man mitkochen oder für Suppe verwenden.
  2. Für einen ganzen Kopf den Strunk etwas kürzen und kreuzweise einige Zentimeter tief einschneiden. So gart der dicke Strunk gleichmäßig mit der Blume.
  3. Für Röschen den Kohl umdrehen und die Röschen mit einem kleinen Messer am Stiel vom Strunk abschneiden. Große Röschen halbieren, damit alle ungefähr gleich groß sind.
  4. Den Kohl oder die Röschen für etwa zehn Minuten in kaltes Salzwasser legen. Kleine Raupen, Läuse und Schmutz, die sich zwischen den Röschen verstecken, kommen dabei heraus.
  5. Unter fließendem Wasser abspülen.

Der Strunk ist essbar. Geschält und in Scheiben geschnitten kann er mitgekocht oder in Suppe und Gemüsebrühe verwendet werden.

Blumenkohl kochen

Im Ganzen

Einen großen Topf mit so viel Wasser füllen, dass der Kopf bedeckt ist, und kräftig salzen. Den Blumenkohl mit dem Strunk nach unten hineinlegen, so liegt der dicke Strunk am Topfboden und gart gleichmäßig mit der zarten Blume. Zugedeckt bei mittlerer Hitze 15 bis 20 Minuten köcheln lassen. Fertig ist er, wenn sich ein Messer leicht in den Strunk stechen lässt. Mit einem Schaumlöffel herausheben und gut abtropfen lassen.

In Röschen

Röschen gleicher Größe in kochendes Salzwasser geben und je nach Größe 8 bis 12 Minuten garen. Für Salat oder zum Weiterverarbeiten im Ofen reichen 4 bis 5 Minuten, danach in Eiswasser abschrecken, damit sie bissfest bleiben.

Damit er schön weiß bleibt

Ein Schuss Milch oder etwas Zitronensaft im Kochwasser hält den Blumenkohl hell. Eine Prise Zucker mildert den leicht kohligen Geschmack. Deckel und nicht zu lange Garzeit verhindern den typischen Kohlgeruch in der Küche.

Dämpfen

Beim Dämpfen im Siebeinsatz über wenig kochendem Wasser bleiben Aroma, Farbe und mehr Vitamine erhalten, weil der Kohl nicht im Wasser liegt. Röschen brauchen zugedeckt 10 bis 15 Minuten, ein ganzer Kopf etwa 25 Minuten.

In der Mikrowelle

Röschen mit zwei bis drei Esslöffeln Wasser in eine mikrowellengeeignete Schüssel geben, abdecken und bei hoher Leistung etwa fünf bis acht Minuten garen, zwischendurch umrühren.

Das Kochwasser nicht wegschütten: Es ergibt eine milde Grundlage für Blumenkohlsuppe oder Gemüsebrühe.

Weitere Zubereitungsarten

Mit Butterbröseln

Der Klassiker unter den Beilagen, auch „polnische Art“ genannt: Semmelbrösel in reichlich Butter goldbraun rösten und über den gekochten Blumenkohl geben. Dazu passen Salzkartoffeln und ein Schnitzel oder Fisch. Manche geben gehacktes gekochtes Ei und Petersilie dazu.

Im Ofen geröstet

Röschen oder 2 Zentimeter dicke Scheiben quer durch den Kopf – die Blumenkohlsteaks – mit Olivenöl, Salz und Gewürzen wie Kurkuma, Kreuzkümmel oder Paprika mischen und bei 200 °C Ober- und Unterhitze 25 bis 30 Minuten rösten, bis die Ränder braun sind. Die Röstaromen machen den Kohl nussig.

Überbacken

Vorgegarte Röschen in eine Auflaufform geben, mit Béchamelsauce übergießen, Käse wie Gouda, Emmentaler oder Bergkäse darüberstreuen und bei 200 °C etwa 20 Minuten goldbraun überbacken. Mit gekochtem Schinken oder Kartoffeln wird ein Hauptgericht daraus.

Blumenkohlsuppe

Zwiebel in Butter andünsten, Blumenkohl und Gemüsebrühe dazugeben, 15 bis 20 Minuten köcheln, pürieren und mit Sahne, Salz und Muskat abschmecken. Geröstete Röschen oder Kerne obenauf sorgen für Biss.

Blumenkohlreis und Pizzaboden

Roher Blumenkohl, in der Küchenmaschine oder auf der Reibe zerkleinert, ergibt „Blumenkohlreis“ – eine kohlenhydratarme Beilage, die nur wenige Minuten in der Pfanne braucht. Gut ausgedrückt und mit Ei und Käse vermischt, lässt er sich als dünner Boden vorbacken und wie eine Pizza belegen.

Blumenkohl-Curry

Röschen mit Zwiebel, Knoblauch und Ingwer anbraten, Currypaste oder Garam Masala dazugeben, mit Kokosmilch und gehackten Tomaten ablöschen und etwa 15 Minuten köcheln lassen. Mit Kichererbsen und Spinat wird daraus ein sättigendes vegetarisches Gericht, dazu passt Reis oder Fladenbrot. In der indischen Küche ist Blumenkohl mit Kartoffeln als Aloo Gobi ein Klassiker.

Roh im Salat

Fein gehobelte Röschen sind knackig und mild. Mit einem säuerlichen Dressing aus Zitrone oder Joghurt, Kräutern, Nüssen und etwas Obst wie Äpfeln oder Trauben entsteht ein frischer Salat.

Nährwerte

100 Gramm Blumenkohl haben nur rund 25 Kilokalorien und bestehen zu etwa 90 Prozent aus Wasser. Roh liefert er viel Vitamin C, dazu Vitamin K, Folsäure, Kalium und Ballaststoffe. Wie alle Kohlsorten enthält er Senfölglykoside, die für den typischen Geschmack sorgen und in der Ernährungsforschung als gesundheitsfördernd gelten. Blumenkohl gilt als bekömmlichste Kohlsorte. Wer trotzdem Blähungen bekommt, gibt Kümmel oder Fenchelsamen ins Kochwasser.

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Blumenkohl lagern und einfrieren

Frischer Blumenkohl hält im Gemüsefach des Kühlschranks etwa drei bis fünf Tage, am besten mit den Blättern und locker in ein feuchtes Tuch oder eine Tüte mit Luftlöchern gewickelt. Zum Einfrieren die Röschen drei Minuten blanchieren, in Eiswasser abschrecken, gut abtropfen lassen und portionsweise in Gefrierbeuteln einfrieren. So hält er mehrere Monate und kann gefroren direkt ins kochende Wasser oder in den Auflauf.

Woher der Blumenkohl kommt

Blumenkohl ist wie Brokkoli, Weißkohl und Kohlrabi eine Kulturform des Gemüsekohls Brassica oleracea. Er stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum und wurde von dort über Italien in Europa bekannt. Ab dem 16. Jahrhundert verbreitete er sich in Mitteleuropa. Was wir essen, ist der Blütenstand: viele verdickte, noch nicht aufgeblühte Blütenknospen.

Häufige Fragen

Wie lange muss Blumenkohl kochen?

Ganz 15 bis 20 Minuten, in Röschen 8 bis 12 Minuten. Er ist fertig, wenn ein Messer leicht hineingleitet.

Muss man Blumenkohl vor dem Kochen einweichen?

Kurz in Salzwasser gelegt, kommen versteckte Insekten heraus. Länger als 10 bis 15 Minuten ist nicht nötig.

Kann man Blumenkohl roh essen?

Ja, fein geschnitten im Salat oder als Rohkost zum Dip. Roh enthält er am meisten Vitamin C.

Warum wird Blumenkohl beim Kochen grau?

Meist wurde er zu lange gekocht oder war schon alt. Kürzere Garzeit und ein Schuss Milch oder Zitronensaft im Wasser halten ihn hell.