Eine allgemein gültige anerkannte Definition für Religion gibt es nicht. Es gibt zwar viele Religionsdefinitionen, aber keine die alles abdeckt und somit allgemein hätte anerkannt werden können.
Religionen gab es vermutlich immer schon, einige werden heute nicht mehr praktiziert, neue sind dafür dazu gekommen.
Bei manchen Religionen scheint man sich auch nicht einig zu sein, ob es sich nun um eine Religion oder um eine Weltanschauung handelt.
Nachfolgend eine Liste der verschiedenen Religionen.
Zu den grossen, den bekannten Weltreligionen zählen:
• Christentum
• Islam
• Hinduismus
• Buddhismus
• Judentum
Die Weltreligionen spalten sich nochmals auf, so beispielsweise das Christentum in:
• Römisch-katholische Kirche
• Die katholischen Ostkirchen, zu denen beispielsweise die Koptische Kirche gehört
• Die anglikanische Kirchen, zu denen die Church of England gehört
• Die alt-katholischen Kirchen, zu denen die Christkatholische Kirche der Schweiz gehört
• Die freien altkatholischen Kirchen, zu denen die Old Catholic Church of America gehört
• Die evangelischen Kirchen, zu denen beispielsweise die lutherischen Kirchen, die reformierten Kirchen, die Presbyterianer, die Mennoiten und Babtisten gehören
Auch der Islam teilt sich in verschiedene Glaubensrichtungen:
• Sunniten, die grösste Glaubensrichtung im Islam
• Schiiten, die zweitgrösste Glaubensrichtung im Islam
Beim Hinduismus finden sich Glaubensrichtungen wie:
• Shivaismus
• Vishnuismus
Auch der Buddhismus kennt verschiedene Lehren, zu den wichtigsten gehören:
• Theravada
• Mahayana
• Vajrayana
Auch wenn das Judentum, verglichen mit den anderen Weltreligionen relativ wenig Anhänger hat, wird die jüdische Religion dennoch zu den Weltreligionen gezählt. Die jüdische Religion dürften jedenfalls die erste Weltreligion gewesen sein.
Auch das Judentum unterteilt sich, beispielsweise in:
• Orthodoxes Judentum
• Konservatives Judentum
• Liberales Judentum
Zu den fernöstlichen Religionen gehören:
• Daoismus, auch Taoismus, gilt als chinesische Religion oder Philosophie
• Konfuzianismus, gehört nebst dem Buddhismus und Daoismus zu den „Drei Lehren“ Chinas
• Shinto, gehört neben dem Buddhismus zu den grössten Religionsgemeinschaften Japans
Zu den afroamerikanischen Religionen gehören:
• Voodoo, ursprünglich aus Afrika, kam die Religion später auch nach Haiti und Amerika
• Umbanda, eine Religion aus Brasilien
• Hoodoo, eine Religion die sich unter der afroamerikanischen Bevölkerung der Südstaaten der USA verbreitet hat, sie verbindet indianische Magie mit Elementen der afrikanischen Magie
• Candomblé, eine hauptsächlich in Brasilien anzutreffende Religion
• Rastafari, eine aus dem Christentum entstandene Religion, ursprünglich aus Jamaika
Nicht als Religion, sondern als Weltanschauung werden gesehen:
• Agnostizismus
• Anarchismus
• Anthroposophie
• Apatheismus
• Atheismus
• Determinismus
• Diskordianismus
• Freidenker
• Freimaurerei
• Humanismus
• Huna
• Objektivismus
• Pantheismus
• Panentheismus
• Posthumanismus
• Thelema
• Transhumanismus
• Unitarier
Umgang mit religiöser Vielfalt
In Gesellschaften mit verschiedenen Religionen kommt es oft auf gegenseitigen Respekt an. Ein offener und sachlicher Umgang hilft, Missverständnisse zu vermeiden und ein friedliches Miteinander zu fördern.
Wichtig sind grundlegende Regeln des Zusammenlebens: Anerkennung unterschiedlicher Überzeugungen, Rücksicht auf religiöse Praktiken und die Bereitschaft zuzuhören. Konflikte lassen sich häufig durch ruhige Kommunikation und das Festlegen gemeinsamer Regeln lösen.
- Respekt zeigen für Rituale und Gebräuche
- Dialog suchen statt Vorurteile zu pflegen
- Privatsphäre und religiöse Bedürfnisse berücksichtigen
Religiöse Symbole und ihre Bedeutung
Symbole haben in vielen Religionen eine wichtige Funktion: Sie fassen Glaubensinhalte zusammen, markieren religiöse Räume oder unterstützen bei rituellen Handlungen. Die Bedeutung kann innerhalb einer Religion variieren.
Beim Betreten von religiösen Orten oder beim Umgang mit religiösen Gegenständen hilft Aufmerksamkeit: Fragen klären, wenn Unsicherheit besteht, und sichtbaren Respekt zeigen. Oft sind Gesten wie das Abnehmen von Kopfbedeckung oder das stille Verhalten angebracht.
- Symbole können Identität und Gemeinschaft ausdrücken
- Manche Symbole dienen als Erinnerung an ethische Werte
- Respekt vor Symbolen schützt Beziehungen und Gespräche
Rituale und Feiertage verstehen
Rituale und Feiertage strukturieren das religiöse Leben und schaffen Gemeinschaft. Sie reichen von täglichen Gebeten bis zu besonderen Feiern, die an zentrale Glaubensinhalte erinnern.
Bei Begegnungen mit fremden Ritualen ist Neugier verbunden mit Sensibilität sinnvoll. Kurz nachfragen, wie sich beteiligen lässt oder welche Verhaltensregeln gelten, verhindert Irritationen und zeigt Wertschätzung.
- Rituale können individuell oder gemeinschaftlich ausgeübt werden
- Feiertage haben oft symbolische Bedeutungen für Herkunft und Erinnerung
- Teilnahme an Feierlichkeiten sollte immer freiwillig und respektvoll sein
Häufige Fragen
Welche Religionen zählen zu den großen Weltreligionen?
Zu den großen, bekannten Weltreligionen zählen Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und Judentum. Diese Religionen haben weltweit viele Anhänger und Bedeutung.
Gibt es eine allgemein gültige Definition von Religion?
Eine allgemein gültige anerkannte Definition für Religion gibt es nicht. Es existieren viele Religionsdefinitionen, aber keine deckt alles ab und wurde allgemein anerkannt.
Spalten sich Religionen in verschiedene Richtungen auf?
Ja, viele Weltreligionen teilen sich in verschiedene Glaubensrichtungen und Kirchen auf, zum Beispiel das Christentum in römisch-katholische, anglikanische und evangelische Kirchen sowie der Islam in Sunniten und Schiiten. Auch Hinduismus und Buddhismus kennen unterschiedliche Richtungen wie Shivaismus, Vishnuismus, Theravada, Mahayana und Vajrayana.
Werden manche Überzeugungen nicht als Religion, sondern als Weltanschauung betrachtet?
Ja, bestimmte Positionen wie Atheismus, Agnostizismus, Humanismus oder Freidenkertum werden als Weltanschauungen und nicht als Religionen angesehen. Daneben werden auch Bewegungen wie Freimaurerei oder Transhumanismus zu den Weltanschauungen gezählt.



