Fische sind im Wasser lebende Wirbeltiere, wobei rund die Hälfte aller Wirbeltiere zu den Fischen gezählt werden können.
Die kleinste bekannte Fischart, der Paedocypris progenetica aus der Familie der Karpfenfische, gilt nicht nur als die kleinste Fisch-Art, sondern auch als das kleinste bekannte Wirbeltier überhaupt. Das grösste bisher bekannte Wirbeltier ist hingegen der Blauwal aus der Familie der Furchenwale.
Die Bezeichnung „Fisch“ wird sowohl wissenschaftlich, wie auch umgangssprachlich verwendet, auch wenn aus zoologischer Systematik keine natürliche Einheit besteht.
Unter den Wirbeltieren gehören sie zu den Kiefermäuler. Man unterscheidet diese in Knorpelfische deren Skelett aus Knorpel besteht, und Knochenfische deren Skelett teilweise oder vollständig aus Knochen besteht..
Zu den Knorpelfischen gehören:
• Rochen, mit mehr als 600 verschiedenen Arten
• Haie, mit mehr als 500 verschiedenen Arten
• Seekatzen, mit rund 34 verschiedenen Arten
Dies bedeutet, dass nur rund 40% der bekannten und noch lebenden Fischarten zu den Knorpelfischen gehören.
Zu den Knochenfischen, genauer Knochenfische i.w.S., oder Knochenfische im weiteren Sinne, gehören:
• Mondfisch, der als schwerster Knochenfisch gilt
• Barschfische, zu ihnen zählt rund ein Drittel aller Fischarten wie beispielsweise: Thunfische, Zander, Labyrinthfische, Anemonenfische oder Clownfische, oder auch die Pfeilhechte oder Barrakudas, welche als Raubfische gelten. Es werden über 10.000 verschiedene Arten vermutet
• Dorsche, mit rund 30 verschiedenen Arten
• Karpfen, viele verschiedene kleine bis mittelgrosse Arten. Es werden über 3700 verschiedene Arten vermutet
Interessantes über die Knochenfische und deren Lebensraum:
• Fast ausnahmslos alle Süsswasserfische Mitteleuropas sind Knochenfische
• Rund 40% aller Knochenfischarten leben in Binnengewässer
• Rund 40% aller Knochenfischarten finden sich an warmen Küsten oder bei tropischen Inseln
• Nur rund 1% der Knochenfische leben im offenen Ozean, in einer Tiefer bis zu 200 Meter
• Rund 5% der Knochenfische leben im offenen Ozean, in einer Tiefer unter 200 Meter
• Rund 6% der Knochenfische leben in bodennahen Zonen der Tiefsee oder am Kontinentalhang
Fortpflanzung und Entwicklung
Fische zeigen eine grosse Vielfalt an Fortpflanzungsstrategien. Einige Arten legen viele Eier ins Wasser, andere betreiben Brutpflege oder gebären lebende Junge. Die Entwicklung kann direkt erfolgen oder über larvale Stadien, die sich stark von den Erwachsenen unterscheiden.
Laichplätze, Brutpflege und die Wahl des Fortpflanzungszeitpunkts sind bei vielen Arten an Umweltbedingungen wie Temperatur, Strömung und Verfügbarkeit von Verstecken gebunden. Diese Faktoren beeinflussen Überlebenschancen der Nachkommen.
Sinnesorgane und Orientierung
Fische besitzen vielfältige Sinnesorgane, die an Leben im Wasser angepasst sind. Neben Augen und Geruchssinn sind oft seitliche Linienorgane ausgeprägt, mit denen Wasserbewegungen wahrgenommen werden. Diese Sinne ermöglichen Orientierung, Beutefang und die Kommunikation innerhalb der Art.
Viele Arten nutzen Kombinationen aus visuellem, chemischem und mechanischem Sinneseindruck, um Nahrung zu finden, Gefahren zu erkennen oder Paarungspartner aufzuspüren. Lichtverhältnisse und Schallleitung im Wasser beeinflussen die Wahrnehmung stark.
Schutz und verantwortungsvoller Umgang
Lebensräume schützen ist zentral für das Überleben vieler Fischarten. Saubere Gewässer, intakte Uferbereiche und freie Wanderwege zu Laichgebieten unterstützen natürliche Bestände und fördern die Artenvielfalt.
Praktische Maßnahmen zum Schutz sind zum Beispiel die Vermeidung von Verschmutzung, schonende Freizeitnutzung von Gewässern und die Nutzung fischfreundlicher Techniken bei Bauprojekten. Bei der Fischerei sind schonende Fangmethoden und die Rücksichtnahme auf Jungfische wichtig.
- Möglichst keine Abfälle ins Wasser werfen
- Wasserpflanzen und Uferzonen nicht unnötig stören
- Fangbeschränkungen beachten und Schonzeiten respektieren
Häufige Fragen
Welche Hauptgruppen von Fischen gibt es?
Man unterscheidet Knorpelfische, deren Skelett aus Knorpel besteht, und Knochenfische, deren Skelett teilweise oder vollständig aus Knochen besteht. Fische gehören zu den Kiefermäulern unter den Wirbeltieren.
Welche Beispiele für Knorpelfische gibt es?
Zu den Knorpelfischen gehören Rochen mit mehr als 600 Arten, Haie mit mehr als 500 Arten und Seekatzen mit rund 34 Arten. Insgesamt machen Knorpelfische nur rund 40% der bekannten und noch lebenden Fischarten aus.
Welche Gruppen zählen zu den Knochenfischen und wie vielfältig sind sie?
Zu den Knochenfischen zählen unter anderem Mondfisch, Barschfische (zu denen Thunfische, Zander, Labyrinthfische, Anemonen- oder Clownfische sowie Pfeilhechte und Barrakudas gehören), Dorsche und Karpfen. Bei den Barschfischen werden über 10.000 verschiedene Arten vermutet, bei den Karpfen über 3700 Arten.
Wie verteilen sich Knochenfische auf verschiedene Lebensräume?
Rund 40% aller Knochenfischarten leben in Binnengewässern und etwa 40% an warmen Küsten oder bei tropischen Inseln. Nur rund 1% leben im offenen Ozean bis 200 Meter Tiefe, rund 5% tiefer als 200 Meter und rund 6% in bodennahen Zonen der Tiefsee oder am Kontinentalhang.



