Bei sehr starkem Übergewicht spricht man von Adipositas. Von Übergewicht mit krankmachenden Folgen wie zum Beispiel Bluthochdruck oder Diabetes.
Eher bekannt sind vermutlich die Ausdrücke:
• Fettleibigkeit
• Fettsucht
Ob nun eine Fettleibigkeit, also Adipositas, vorliegt entscheidet sich anhand des BMI, des Body-Mass-Index, und wird in verschiedene Grade eingeteilt:
• Adipositas Grad I bei einem BMI zwischen 30 und 34,9
• Adipositas Grad II bei einem BMI zwischen 35 und 39,9
• Adipositas Grad III bei einem BMI ab 40
Die Ursache für starkes Übergewicht liegt oftmals nicht nur in übermässigem und ungesundem Essen, sondern auch in mangelnder Bewegung.
Wir müssen uns kaum mehr bewegen. Wer nicht ganz bewusst Sport treibt, bewegt sich viel zu wenig.
Hier nur einige wenige Erfindungen die uns das Leben zwar bequem machen, aber uns auch daran hindern die zugeführten Kalorien wieder zu verbrennen:
• Der Fahrstuhl, wer nimmt denn schon die Treppe wenn sich der Knopf im Fahrstuhl so einfach bedienen lässt
• Die Rolltreppe, auch diese Treppe können wir uns sparen
• Das Auto, warum zu Fuss in die Bäckerei gehen, wenn das Auto direkt vor der Tür steht
Aber natürlich sind nicht nur Auto, Fahrstuhl und Rolltreppe schuld am Übergewicht, wobei tägliches Treppensteigen schon viel bringen würde, sofern man nicht Parterre oder gerade mal ein Stockwerk darüber wohnt.
Auch in unserer Freizeit mögen wir es gemütlich, wir sitzen vor dem Fernseher oder am Computer, und stopfen dann meist noch aus Langeweile irgendwas Ungesundes in uns rein. Unbewusstes essen ist auch nicht gerade förderlich, wenn man aufs Gewicht achten will.
Der soziale Status soll auch eine Rolle spielen. Fettleibigkeit findet sich in der Oberschicht seltener, als in der Unterschicht.
Starkes Übergewicht kann aber auch andere Ursachen haben:
• Gewichtszunahme kann auch eine Nebenwirkungen von Medikamenten sein
• Stoffwechselkrankheiten können zu Übergewicht führen
• Erbanlagen
Man sollte wenn immer möglich, Übergewicht versuchen zu vermeiden, und wenn es denn trotzdem mal da ist, versuchen einige Kilos wieder los zu werden. Allerdings sollte man auf keinen Fall eine radikale Diät machen. Dies könnte einerseits gefährlich werden, andererseits auch zu dem unbeliebten Jo-Jo-Effekt führen. Am besten man nimmt unter ärztlicher Aufsicht ab.
Denn würde man nichts gegen die Fettleibigkeit unternehmen, könnte das schlimme Folgen haben, wie beispielsweise:
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• Diabetes
• Herzinfarkt
• Schlaganfall
• Brustkrebs
Bereits ab einem BMI von 30 erhöht sich das Risiko wegen dem Übergewicht zu erkranken.
Praktische Ernährungsschritte
Eine dauerhaft veränderbare Ernährung basiert auf regelmäßigen Mahlzeiten mit einer guten Mischung aus Gemüse, proteinreichen Lebensmitteln und Vollkornprodukten. Kleine, schrittweise Veränderungen sind meist nachhaltiger als komplette Umstellungen.
Konkrete Alltagshilfen können sein, Portionsgrößen bewusst zu reduzieren, langsam zu essen und hunger- von Appetitgefühlen zu unterscheiden. Flüssigkeitszufuhr über Wasser oder ungesüßte Getränke kann zwischen den Mahlzeiten helfen, zusätzliches Snacken zu verringern.
- Mehr Gemüse zu jeder Mahlzeit einplanen
- Gemüse oder Salat als erster Teller wählen
- Vollkornprodukte statt stark verarbeiteter Kohlenhydrate bevorzugen
Bewegung im Alltag integrieren
Regelmäßige körperliche Aktivität hilft beim Gewichtsmanagement und verbessert das Wohlbefinden. Es geht nicht nur um intensiven Sport, sondern um mehr Bewegung über den Tag verteilt.
Praktische Möglichkeiten sind kurze Bewegungspausen bei sitzender Tätigkeit, Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen und Alltagsaufgaben aktiver gestalten. Ein realistischer Plan mit kleinen Zielen erhöht die Wahrscheinlichkeit, langfristig aktiv zu bleiben.
- Kurzspaziergänge nach den Mahlzeiten einbauen
- Stehphasen und Dehnübungen am Arbeitsplatz
- Alltagswege öfter zu Fuß oder mit dem Rad erledigen
Psychische Aspekte und Unterstützung nutzen
Emotionale Faktoren wie Stress, Langeweile oder belastende Lebenssituationen können Essverhalten beeinflussen. Das Bewusstsein für diese Zusammenhänge ist wichtig, um geeignete Strategien zu entwickeln.
Unterstützung durch Fachleute, Selbsthilfegruppen oder Beratungsangebote kann helfen, Motivation zu stärken und Rückschläge zu verarbeiten. Auch kleine Routinen zur Stressreduktion, etwa Entspannungsübungen oder regelmäßige Schlafzeiten, tragen zur Stabilität bei.
- Achtsamkeit oder kurze Entspannungsübungen im Alltag
- Offener Austausch mit Vertrauenspersonen oder Fachleuten suchen
- Realistische Ziele setzen und Fortschritte regelmäßig überprüfen
Häufige Fragen
Was ist Adipositas?
Adipositas ist sehr starkes Übergewicht mit krankmachenden Folgen wie Bluthochdruck oder Diabetes. Sie wird auch Fettleibigkeit oder Fettsucht genannt.
Wie wird Adipositas eingeteilt?
Die Einteilung erfolgt anhand des Body-Mass-Index (BMI): Grad I bei BMI 30–34,9, Grad II bei BMI 35–39,9 und Grad III ab BMI 40. Bereits ab einem BMI von 30 erhöht sich das Krankheitsrisiko.
Welche Ursachen können zu Adipositas führen?
Ursachen sind unter anderem übermäßiges und ungesundes Essen sowie mangelnde Bewegung durch technischen Komfort im Alltag. Weitere Ursachen können Medikamentennebenwirkungen, Stoffwechselkrankheiten und Erbanlagen sein.
Welche Folgen kann unbehandelte Adipositas haben?
Unbehandelte Fettleibigkeit kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Herzinfarkt, Schlaganfall und Brustkrebs führen. Das Risiko für Erkrankungen steigt bereits ab einem BMI von 30.



