Angst – ein ekelhaftes Gefühl, bei dem man schwitzt ohne dass es wirklich heiss ist, das Herz rast, die Füsse werden kalt, die Hände nass und zittrig versuchen sich irgendwo fest zu klammern und immerzu kreisen die Gedanken um den Gegenstand der Angst, in diesem Fall das Flugzeug, der Start, der Flug, die Landung. Wird alles gut gehen? Ist der Pilot kompetent, das Flugzeug in einem guten Zustand?
Unter Flugangst sollen angeblich rund ein Drittel aller Passagiere leiden. Manche verzichten sogar, trotz Fernweh, lieber auf eine Reise in ferne Länder, als dass sie sich in ein Flugzeug setzen würden. Flugangst, auch Aviophobie genannt, steht der Erfüllung vieler Träume im Wege. Und wer sich trotz Flugangst in ein Flugzeug setzt, wird den Flug mit Sicherheit nicht geniessen können, wird noch nicht mal auch nur ein bisschen entspannen können. Von welcher konkreten Angst man auch geplagt wird, man wartet wohl jeden Moment des Fluges darauf, dass es gerade jetzt passieren könnte.
Das muss nicht sein, gegen Flugangst kann man was tun. Aber was hilft bei Flugangst?
In wirklich schlimmen Fällen, könnte ein Flugangst-Seminar helfen. Flugangst-Seminare werden in Flughäfen angeboten. Meist enden diese Seminare mit einem Flug, ein Testflug, der schon viel entspannter erlebt wird.
In nicht ganz so schlimmen Fällen könnte auch helfen:
• Ein Buch lesen
• Musik hören
• Film schauen
• Gelegentlich aufstehen und die Füsse vertreten
• Wasser trinken
• Keine alkoholischen Getränke
Auch ein nettes Gespräch mit dem Sitznachbarn kann ablenken, und die Flugangst vergessen lassen.
Alles was ablenkt und entspannt ist gut, über alle möglichen Eventualitäten nachdenken ist eher schlecht.
Atem- und Entspannungstechniken
Ruhiges, kontrolliertes Atmen kann körperliche Symptome der Angst deutlich lindern. Tiefe Atemzüge beruhigen Herzschlag und Muskelanspannung und sind jederzeit anwendbar, auch während Start und Turbulenzen.
Ein einfacher Ablauf: langsam durch die Nase einatmen, kurz halten und langsam durch den Mund ausatmen. Mehrmals wiederholen, bis die Atmung ruhiger wird.
- Bauchatmung: Hand auf den Bauch legen und spüren, wie sich die Bauchdecke hebt und senkt.
- 4-4-6-Technik: vier Sekunden einatmen, vier Sekunden halten, sechs Sekunden ausatmen.
- Progressive Muskelentspannung: nacheinander verschiedene Muskelgruppen anspannen und lösen.
Vorbereitung vor dem Flug
Gute Vorbereitung reduziert Unsicherheit. Informationen über Ablauf und Gepäckregeln, eine Checkliste für Reiseunterlagen sowie rechtzeitige Anreise zum Flughafen schaffen Ruhe.
Auch praktische Dinge helfen: bequeme Kleidung, kleine Snacks und vertraute Gegenstände im Handgepäck können das Wohlbefinden verbessern.
- Sitzplatzwahl überlegen (Fenster oder Gang je nach Präferenz)
- Wichtige Gegenstände griffbereit im Handgepäck verstauen
- Frühzeitig einchecken und Zeitpuffer einplanen
Kommunikation und Routinen während des Flugs
Offene Ansprache des Flugpersonals kann unterstützen. Kurz informieren, dass Nervosität besteht, ermöglicht oft beruhigende Hinweise oder kleine Hilfestellungen durch die Crew.
Feste Routinen während des Fluges schaffen Struktur: Atempausen, kleine Bewegungsübungen am Sitzplatz, und geplante Ablenkungen in bestimmten Abständen helfen, die Zeit zu strukturieren und die Kontrolle zurückzugewinnen.
- Bei Bedarf das Kabinenpersonal höflich auf das Unwohlsein hinweisen
- Kurze Dehnübungen am Sitzplatz oder Sitzwechsel, wenn möglich
- Kurze, regelmäßige Pausen für Atemübungen oder bewusstes Trinken
Häufige Fragen
Was ist Flugangst?
Flugangst, auch Aviophobie genannt, ist eine Angst vor dem Flugzeug, dem Start, dem Flug und der Landung, die körperliche Symptome wie Schwitzen, Herzrasen, kalte Füsse und zitternde Hände auslöst. Die Gedanken kreisen ständig um die Gefahr, wodurch Betroffene den Flug nicht genießen können.
Wie viele Menschen sind von Flugangst betroffen?
Unter Flugangst sollen angeblich rund ein Drittel aller Passagiere leiden. Manche Betroffene verzichten deshalb sogar auf Reisen in ferne Länder.
Was kann gegen Flugangst helfen?
Alles, was ablenkt und entspannt, kann helfen, etwa ein Buch lesen, Musik hören, einen Film schauen, gelegentlich aufstehen und die Füsse vertreten oder Wasser trinken. Über mögliche Eventualitäten nachzudenken ist dagegen eher schlecht.
Wann ist ein Flugangst-Seminar sinnvoll?
In wirklich schlimmen Fällen könnte ein Flugangst-Seminar helfen; solche Seminare werden an Flughäfen angeboten und enden meist mit einem Testflug. Der Testflug wird dadurch oft viel entspannter erlebt.



