Es gibt viele verschiedene Verhütungsmittel, einige sind sicherer andere weniger, einige verhüten nur eine Schwangerschaft, andere schützen uns auch vor Krankheiten.
Wichtig bei der Wahl des richtigen Verhütungsmittels ist sicher auch, dass man sich überlegt vor was genau wir geschützt werden sollen.
Lebt man in einer festen Beziehung in der beide Partner sich treu sind, dann braucht man vermutlich ein Verhütungsmittel welches nur vor einer Schwangerschaft schützt.
Hat man aber wechselnde Beziehungen, und somit auch wechselnde Sexualpartner, braucht man ein Verhütungsmittel welches sowohl vor einer unerwünschten Schwangerschaft, wie auch vor ansteckenden Krankheiten, Krankheiten die vor allem durch Geschlechtsverkehr übertragen werden können, schützt.
Nachfolgend eine Liste von Verhütungsmittel:
• Pille, regelmässig eingenommen gilt sie als sehr sicheres Verhütungsmittel, schützt aber nur vor Schwangerschaften
• Dreimonatsspritze, auch als Depotspritze bekannt, schützt nur vor Schwangerschaften, gilt als sehr sicher, wird aber wegen den Nebenwirkungen jüngeren Frauen nicht empfohlen
• Verhütungsring, oder auch Vaginalring, schützt nur vor Schwangerschaften, gilt als sicheres Verhütungsmittel
• Spirale, wird vom Gynäkologen einsetzt, schützt nur vor Schwangerschaften
• Diaphragma, schützt nur vor Schwangerschaften, gilt aber als sicheres Verhütungsmittel
• Kondome, auch bekannt als Pariser oder Gummi, sind ein Verhütungsmittel welches vor Schwangerschaften schützen soll, werden aber vor allem empfohlen um sich vor Krankheiten wie AIDS, Gonorrhoe oder Syphilis zu schützen. Guten Schutz bieten aber Kondome nur dann, wenn sie auch richtig benutzt werden
• Frauenkondom, schützt vor Schwangerschaften, wie auch vor der Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten
Als sicherste Verhütungsmittel gelten natürlich:
• Sterilisation der Frau
• Sterilisation des Mannes
Da diese Methoden aber etwas endgültiges an sich haben und fast gar nicht mehr rückgängig gemacht werden können, sind sie auch nur bei Frauen und Männer zu empfehlen, bei denen die Familienplanung definitiv abgeschlossen wurde.
Als sehr unsichere Verhütungsmittel gelten:
• Temperaturmessung
• Coitus interruptus
• Scheidenspülung
Diese Methoden der Verhütung sind absolut nicht zu empfehlen, weder bieten sie einen zuverlässigen Schutz vor Schwangerschaften, noch vor Krankheiten.
Notfallverhütung
Notfallverhütung ist eine Möglichkeit, Schwangerschaft nach ungeschütztem Sex oder Verhütungsversagen zu verhindern. Sie ersetzt keine reguläre Verhütung und sollte nur als Backup genutzt werden.
Es gibt unterschiedliche Formen der Notfallverhütung; einige wirken durch eine medikamentöse Intervention, andere können durch einen Eingriff erfolgen. Wichtiger ist, dass die Maßnahme so schnell wie möglich nach dem Vorfall angewendet wird, da die Wirksamkeit mit der Zeit abnimmt.
- Notfallmaßnahmen sind keine Dauerlösung und sollten nicht regelmäßig statt einer verlässlichen Methode verwendet werden.
- Bei Unsicherheit oder speziellen Gesundheitsfragen ärztlichen Rat einholen.
Nebenwirkungen und Wechselwirkungen
Bei vielen Verhütungsmitteln können Nebenwirkungen auftreten, die unterschiedlich stark sein können. Diese reichen von leichten Beschwerden bis zu Situationen, bei denen ein Methodenwechsel sinnvoll ist.
Medikamente, bestimmte chronische Erkrankungen oder andere Behandlungen können die Wirkung mancher Verhütungsmittel beeinflussen. Vor Beginn einer Methode sollten mögliche Wechselwirkungen und gesundheitliche Risiken mit einer Fachperson besprochen werden.
- Auf Veränderungen im Körper achten und bei anhaltenden Problemen ärztliche Hilfe suchen.
- Regelmäßige Kontrollen können helfen, Nebenwirkungen früh zu erkennen und Alternativen zu finden.
Beratung und Entscheidungsfindung
Bei der Wahl eines Verhütungsmittels sind persönliche Lebenssituation, gesundheitliche Voraussetzungen und Zukunftspläne wichtig. Eine individuelle Beratung kann helfen, Vor- und Nachteile abzuwägen.
Gespräche mit Fachpersonen ermöglichen das Klären offener Fragen, das Erlernen der richtigen Anwendung und das Planen von Nachkontrollen. Auch Partnerkommunikation und gemeinsame Vereinbarungen können Teil der Entscheidung sein.
- Vor Beratungsterminen Informationen zu bisherigen gesundheitlichen Problemen und eingenommenen Medikamenten bereithalten.
- Bei Unzufriedenheit mit einer Methode das Gespräch suchen und Alternativen prüfen.
Häufige Fragen
Welche Verhütungsmittel schützen vor Geschlechtskrankheiten?
Kondome und das Frauenkondom schützen sowohl vor Schwangerschaften als auch vor der Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten wie AIDS, Gonorrhoe oder Syphilis. Bei Kondomen ist ein guter Schutz jedoch nur gegeben, wenn sie richtig benutzt werden.
Welche Verhütungsmittel gelten als am sichersten?
Als sicherste Verhütungsmittel gelten die Sterilisation der Frau und die Sterilisation des Mannes. Diese Methoden sind weitgehend endgültig und werden daher nur empfohlen, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist.
Welche Methoden werden als sehr sicher und geeignet für regelmäßige Anwendung genannt?
Die Pille bei regelmäßiger Einnahme, die Dreimonatsspritze (Depotspritze), der Verhütungsring, die Spirale und das Diaphragma gelten als sichere Verhütungsmittel. Die Dreimonatsspritze wird wegen möglicher Nebenwirkungen jüngeren Frauen jedoch nicht empfohlen.
Welche Verhütungsmethoden sind unsicher und nicht zu empfehlen?
Als sehr unsichere Verhütungsmittel gelten Temperaturmessung, Coitus interruptus und Scheidenspülung. Diese Methoden bieten weder zuverlässigen Schutz vor Schwangerschaften noch vor Krankheiten und sind daher nicht zu empfehlen.



