Was für Hunderassen gibt es

Was für Hunderassen gibt es

Schon im alten Rom wurden die Hunde in verschiedene Gruppen, entsprechend ihren angeborenen Fähigkeiten, eingeteilt.

Damals gab es die Jagdhunde, die Wachhunde und die Hirtenhunde.

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Heute gibt es, gemäss FCI (Fédération Cynologique Internationale) zehn Gruppen, denen die verschiedenen Hunderassen zugeteilt sind:

• Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde
• Gruppe 2: Sennenhunde, Schnauzer, Pinscher, Molossoide
• Gruppe 3: Terrier
• Gruppe 4: Dachshunde
• Gruppe 5: Spitze, sowie Urtyp Hunde
• Gruppe 6: Schweisshunde und Laufhunde
• Gruppe 7: Vorstehhunde
• Gruppe 8: Apportierhunde, Wasserhunde und Stöberhunde
• Gruppe 9: Begleithunde und Gesellschaftshunde
• Gruppe 10: Windhunde

Jede bekannte Hunderasse, kann einer dieser Gruppen zugeteilt werden.

Es gibt immer mehr verschiedene Hunderassen, da eine Hunderasse als solche gilt, sobald sie von einem Zuchtverband, ggf. auch von einem Züchter, als Rasse erklärt wurde. Viele dieser neuartigen (modernen) Rassen sind allerdings nicht zum Wohle der Tiere gezüchtet worden, sondern nur um dem Menschen noch besser zu gefallen. In einigen Fällen spricht man daher auch von Qualzucht.

Was für Hunderassen gibt es nun bei den verschiedenen Gruppen? Nachfolgend eine Liste mit einigen Beispielen.

Hütehunde:
• Schäferhund
• Hirtenhund
• Altdeutscher Hütehund

Treibhunde:
• Australien Cattle Dog
• Bouvier des Ardennes

Sennenhunde:
• Berner Sennenhund
• Appenzeller Sennenhund
• Entlebucher Sennenhund
• Grosser Schweizer Sennenhund

Schnauzer:
• Schnauzer (Zwergschnauzer, Mittelschnauzer, Riesenschnauzer)

Pinscher:
• Dobermann
• Zwergpinscher
• Affenpinscher
• Deutscher Pinscher

Terrier:
• Airedale Terrier
• American Pit Bull Terrier
• American Staffordshire Terrier
• Australien Terrier
• Border Terrier
• Bullterrier
• Cairn Terrier
• Fox Terrier
• Irish Terrier
• Jack Russell Terrier
• Parson Russell Terrier
• Scottish Terrier
• Staffordshire Bullterrier
• Tibet-Terrier
• Welsh Terrier
• West Highland White Terrier
• Yorkshire Terrier

Dachshunde:
• Dackel

Spitze:
• Grossspitz
• Mittelspitz
• Kleinspitz
• Zwergspitz
• Wolfsspitz
• Akita
• American Akita
• Chow-Chow
• Eurasier
• Hokkaido
• Japan Spitz
• Kishu

Schweisshunde:
• Hannoverscher Schweisshund
• Bayerischer Gebirgsschweisshund

Laufhunde:
• Bloodhound
• English Foxhound
• Otterhund
• American Foxhound
• Porcelaine
• Schweizer Laufhund
• Serbischer Laufhund
• Beagle Harrier
• Harrier
• Basset fauve de Bretagne
• Basset bleu de Gascogne
• Schweizer Niederlaufhund
• Drever
• Beagle
• Deutsche Bracke

Vorstehhunde:
• English Pointer
• English Setter
• Irish Setter
• Gordon Setter
• Pudelpointer
• Weimaraner
• Grosser Münsterländer
• Kleiner Münsterländer
• Magyar Vizsla

Apportierhunde:
• Labrador Retriever
• Golden Retriever
• Flat-coated Retriever
• Curly Coated Retriever

Wasserhunde:
• Portugiesische Wasserhund
• Perro de Agua Espanol
• Irish Water Spaniel
• Lagotto Romagnolo

Stöberhunde:
• Cocker Spaniel
• Springer Spaniel

Windhunde:
• Afghanischer Windhund
• Barsoi
• Irischer Wolfshund
• Greyhound
• Galgo Espanol
• Whippet
• Pharaoh Hound (Windhund ähnlich)
• Podenco Canario (Windhund ähnlich)
• Podenco Ibicenco (Windhund ähnlich)
• Podenco Portugues (Windhund ähnlich)

Auswahl nach Alltag und Lebensstil

Vor Anschaffung klären, wie viel Zeit für Spaziergänge, Training und Beschäftigung vorhanden ist. Manche Rassen brauchen sehr viel Bewegung und geistige Herausforderung, andere sind genügsamer.

Wohnsituation berücksichtigen: Größe der Wohnung, Zugang zu Garten oder Park und Nachbarschaft beeinflussen, welche Rassen gut passen. Auch berufliche Abwesenheiten sollten bedacht werden.

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  • Aktive Lebensweise → Hund mit hohem Bewegungsbedarf
  • Wenig Zeit zuhause → ruhige oder anpassungsfähige Rasse
  • Kinder im Haushalt → ruhiges Temperament und Geduld wichtig

Pflege- und Gesundheitsgrundlagen

Regelmässige Fellpflege, Zahnpflege und Krallenpflege gehören zum Alltag. Verschiedene Felltypen brauchen unterschiedliche Pflegeintensität, von häufigem Bürsten bis zu gelegentlichem Trimmen.

Bewegung, ausgewogene Ernährung und Prävention bei Tierarztbesuchen tragen wesentlich zur Gesundheit bei. Auf Gewicht achten, da Über- oder Untergewicht bei vielen Rassen Probleme verursachen kann.

  • Fellpflege nach Felltyp planen
  • Regelmässige tierärztliche Vorsorge vereinbaren
  • Alltagsroutine mit Bewegung und Ruhezeiten etablieren

Sozialisierung, Erziehung und Alltag

Frühe Sozialisierung mit Menschen und anderen Tieren fördert ein ausgeglichenes Verhalten. Positive, konsistente Erziehung hilft, unerwünschtes Verhalten zu vermeiden.

Geduld und Konsequenz sind wichtig: Kurze, klare Trainingssequenzen und positive Verstärkung wirken oft besser als Strafe. Auch Beschäftigung durch Spiele und geistige Aufgaben reduziert Stress und Langeweile.

  • Früh mit grundlegender Erziehung beginnen
  • Sozialisierung schrittweise und sicher gestalten
  • Beschäftigung an Alter und Energielevel anpassen

Häufige Fragen

Wie viele FCI-Gruppen für Hunderassen gibt es?

Es gibt gemäss FCI zehn Gruppen, denen die verschiedenen Hunderassen zugeteilt sind. Diese Gruppen reichen von Hütehunden bis zu Windhunden.

Welche Gruppen gehören zu den Jagd- oder Gebrauchshundtypen?

Dazu zählen unter anderem Schweisshunde und Laufhunde (Gruppe 6), Vorstehhunde (Gruppe 7) sowie Apportier‑, Wasser‑ und Stöberhunde (Gruppe 8). Viele bekannte Rassen dieser Gruppen dienen spezifischen Aufgaben wie Suche, Vorstehen oder Apportieren.

Wann gilt eine Hunderasse als solche?

Eine Hunderasse gilt als Rasse, sobald sie von einem Zuchtverband oder gegebenenfalls auch von einem Züchter als Rasse erklärt wurde. Dadurch entstehen immer mehr verschiedene Hunderassen.

Gibt es Probleme bei manchen modernen Hunderassen?

Ja, viele moderne Rassen wurden nicht zum Wohle der Tiere gezüchtet, sondern um dem Menschen besser zu gefallen. In einigen Fällen spricht man daher von Qualzucht.