Was für Haustiere gibt es

Was für Haustiere gibt es

Die häufigsten Haustiere in Deutschland sind Katzen und Hunde, gefolgt von Kleintieren wie Kaninchen, Meerschweinchen und Hamstern sowie Ziervögeln. Dazu kommen Fische in Aquarien und Gartenteichen und Terrarientiere wie Schildkröten, Echsen und Schlangen.

Laut den Branchenverbänden IVH und ZZF lebten 2025 in 43 Prozent der deutschen Haushalte Heimtiere – insgesamt rund 33,4 Millionen Hunde, Katzen, Kleintiere und Ziervögel. Fische und Terrarientiere sind darin noch nicht enthalten. Welches Tier passt, hängt vor allem von Platz, Zeit, Budget und Lebenssituation ab.

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Die beliebtesten Haustiere in Zahlen

Tierart Anzahl in Deutschland (2025)
Katzen 15,7 Millionen
Hunde 10,0 Millionen
Kleintiere (Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster u. a.) 4,4 Millionen
Ziervögel 3,3 Millionen

Katze

Katzen sind das beliebteste Haustier in Deutschland. Sie gelten als unabhängig, brauchen aber Zuwendung, Beschäftigung und tägliche Pflege. Wohnungskatzen sollten nicht allein gehalten werden, wenn tagsüber niemand zu Hause ist – zwei Katzen beschäftigen sich miteinander.

  • Lebenserwartung: meist 12 bis 18 Jahre
  • Platz: Wohnung mit Kratz- und Klettermöglichkeiten oder gesicherter Freigang
  • Wichtig: Freigänger-Katzen sollten kastriert, gechippt und registriert sein. Viele Städte schreiben das inzwischen per Katzenschutzverordnung vor.

Hund

Ein Hund ist der zeitintensivste Mitbewohner unter den klassischen Haustieren. Er braucht mehrmals täglich Auslauf, Erziehung und Gesellschaft und sollte nicht regelmäßig viele Stunden allein bleiben.

  • Lebenserwartung: je nach Größe 10 bis 15 Jahre, kleine Rassen oft länger
  • Pflichten: Hundesteuer bei der Gemeinde, in vielen Bundesländern Haftpflichtversicherung und Kennzeichnung per Chip, für bestimmte Rassen zusätzliche Auflagen
  • Kosten: Futter, Tierarzt, Versicherung und Steuer summieren sich über ein Hundeleben auf einen hohen vierstelligen bis fünfstelligen Betrag

Kleintiere: Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster und Co.

Kleintiere gelten als ideale Kinderhaustiere – das stimmt nur eingeschränkt. Viele sind Fluchttiere, mögen es nicht, hochgehoben zu werden, und brauchen deutlich mehr Platz, als handelsübliche Käfige bieten.

  • Kaninchen werden 8 bis 12 Jahre alt und sind sehr soziale Tiere. Sie müssen mindestens zu zweit gehalten werden und brauchen ein großes Gehege mit täglichem Auslauf.
  • Meerschweinchen leben 5 bis 8 Jahre und gehören in Gruppen von mindestens zwei, besser mehr Tieren. Sie brauchen täglich frisches Grünfutter und Heu.
  • Hamster sind Einzelgänger, nachtaktiv und werden nur 2 bis 3 Jahre alt. Weil sie tagsüber schlafen, eignen sie sich kaum für kleine Kinder.
  • Ratten und Mäuse sind intelligent und zutraulich, leben aber nur 2 bis 3 Jahre und brauchen Artgenossen.
  • Degus und Chinchillas stammen aus Südamerika, brauchen viel Platz und werden bei guter Haltung 10 Jahre und älter.

Kaninchen und Meerschweinchen sollten nicht zusammen gehalten werden: Sie sprechen nicht dieselbe „Sprache“ und ersetzen einander keine Artgenossen.

Ziervögel

Wellensittiche und Nymphensittiche sind die häufigsten Ziervögel. Sie sind Schwarmvögel und dürfen nur paarweise oder in Gruppen gehalten werden. Wellensittiche werden 10 bis 15 Jahre alt, Nymphensittiche bis zu 20. Neben einer großen Voliere brauchen sie täglichen Freiflug in einem gesicherten Raum. Kanarienvögel und Zebrafinken kommen eher mit einer großen Voliere aus. Papageien wie Graupapageien können 50 Jahre und älter werden und sind eine Entscheidung fürs Leben.

Fische

Aquarien sind beliebt, weil sie ruhig wirken und wenig Platz am Boden brauchen. Der Aufwand wird trotzdem oft unterschätzt: Wasserwerte, Filter, Heizung, Beleuchtung und regelmäßiger Teilwasserwechsel gehören dazu. Für Einsteiger eignen sich Becken ab etwa 60 Litern mit robusten Arten wie Guppys, Platys oder Panzerwelsen. Goldfische und Kois gehören in einen ausreichend großen Gartenteich, nicht ins Glas.

Terrarientiere

Reptilien, Amphibien und Wirbellose sind etwas für Halter, die sich intensiv einlesen. Die Tiere brauchen genaue Temperatur-, Licht- und Feuchtigkeitsverhältnisse.

  • Bartagamen stammen aus Australien und brauchen ein großes, warmes Wüstenterrarium mit UV-Licht.
  • Kornnattern gelten als ruhige Einsteigerschlangen und werden 15 bis 20 Jahre alt.
  • Landschildkröten wie die Griechische Landschildkröte können 50 Jahre und älter werden. Sie sind nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt; für viele Arten sind Herkunftsnachweis und Meldung bei der Naturschutzbehörde vorgeschrieben.
  • Wirbellose wie Gespensterschrecken, Achatschnecken oder Vogelspinnen sind platzsparend, aber eher Beobachtungstiere.

Mehr über Echsen, Schlangen und Schildkröten steht im Bereich Reptilien.

Welches Haustier passt? Fragen vor der Anschaffung

  1. Zeit: Wie viele Stunden am Tag sind für Pflege, Beschäftigung und Gassi realistisch – auch in stressigen Wochen?
  2. Platz: Erlaubt der Mietvertrag Hunde und Katzen? Ist genug Raum für Gehege, Voliere oder Terrarium?
  3. Lebensdauer: Passt ein Tier, das 15, 20 oder 50 Jahre alt werden kann, zur eigenen Lebensplanung?
  4. Kosten: Neben Futter fallen Tierarzt, Impfungen, Kastration, Urlaubsbetreuung und Ausstattung an.
  5. Allergien: Vor der Anschaffung testen, ob jemand im Haushalt auf Tierhaare, Federn oder Heu reagiert.
  6. Kinder: Die Verantwortung bleibt bei den Erwachsenen, auch wenn das Tier „für die Kinder“ ist.

Viele Tiere warten im Tierheim auf ein neues Zuhause – nicht nur Hunde und Katzen, sondern auch Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel und Reptilien. Tierheime beraten zur Haltung und vermitteln oft schon vergesellschaftete Paare. Einen Überblick über weitere Tierarten gibt der Bereich Tiere, alles rund um die Haltung der Haustiere-Bereich.

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Was Haustiere kosten

Die Anschaffung ist meist der kleinste Posten. Ins Geld gehen die laufenden Kosten über viele Jahre. Zu rechnen ist mit:

  • Futter und Einstreu: monatlich, je nach Tier und Größe sehr unterschiedlich.
  • Tierarzt: Impfungen, Wurmkuren, Kastration und Zahnbehandlungen. Seit der Novelle der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) 2022 sind viele Behandlungen teurer geworden. Eine Operations- oder Krankenversicherung kann bei Hunden und Katzen hohe Rechnungen abfedern.
  • Ausstattung: Gehege, Kratzbaum, Aquarium mit Technik oder Terrarium mit Lampen kosten einmalig oft mehr als das Tier.
  • Strom: Wärmelampen und Aquarienheizungen laufen dauerhaft.
  • Betreuung: Tierpension, Tiersitter oder Gassi-Service im Urlaub und bei Krankheit.

Häufige Fragen

Welches ist das beliebteste Haustier in Deutschland?

Die Katze. 2025 lebten nach Angaben von IVH und ZZF rund 15,7 Millionen Katzen in deutschen Haushalten, gefolgt von rund 10 Millionen Hunden.

Welches Haustier eignet sich für Kinder?

Für Kinder eignen sich Tiere, die gern Kontakt haben und robust sind, etwa Katzen, ein gut erzogener Familienhund oder ein Meerschweinchenpaar mit ausreichend Platz. Hamster sind wegen ihrer Nachtaktivität weniger geeignet. Erwachsene sollten die Versorgung immer im Blick behalten.

Welche Haustiere machen wenig Arbeit?

Kein Haustier macht keine Arbeit. Vergleichsweise wenig täglicher Aufwand fällt bei Fischen und manchen Terrarientieren an, allerdings ist die Technik anspruchsvoll. Katzen brauchen weniger Zeit als Hunde, aber dennoch tägliche Zuwendung.