Eine Allergie löst sich dann aus, wenn wir mit irgendwas in Berührung kommen, was wir nicht gut vertragen können, wir reagieren anders auf eben dieses Etwas, eben allergisch.
So unterschiedlich wir Menschen sind, so unterschiedlich können wir auch reagieren. Wir könnten also genaugenommen auf fast alles allergisch reagieren (wenn auch die Wissenschaft in manchen Fällen nur von einer Pseudoallergie spricht). Denn Allergie bedeutet ja eigentlich nichts anderes als: anders reagieren.
Den Stoff auf den wir allergisch reagieren nennt man Allergen, und mit diesen Allergenen können wir auf verschiedenen Wegen in Berührung kommen: Wir können ihn einatmen, essen oder auch nur berühren. Je nach Art des Allergens halt.
Aber was für Allergien gibt es denn überhaupt:
Nachfolgend eine Liste der bekannteren Allergien:
• Heuschnupfen, Pollen-Allergie
• Nahrungsmittel-Allergie
• Tierhaar-Allergie
• Kontaktallergie, hierzu gehört die weit verbreitete Nickelallergie
• Insektengift-Allergie
Es ist nicht immer ganz einfach bei einer Allergie das Allergen zu bestimmen. Manche allergischen Reaktionen treten sofort nach Berührung mit dem Allergen auf, andere erst nach Stunden, und bis dahin weiss man manchmal gar nicht mehr, womit man denn überhaupt in Berührung gekommen war.
Manche allergischen Reaktionen sind harmlos, andere können lebensbedrohlich sein.
Es ist auf jeden Fall wichtig, bei Verdacht auf eine Allergie einen Arzt zu konsultieren.
Auch wenn man davon ausgeht, dass Allergien schon immer aufgetreten sind, dass es Allergien gibt, seit es Menschen gibt, so weiss man doch, dass das Ausmass der Menschen die unter einer Allergie leiden heute viel grösser ist, als früher. Man scheint aber nicht zu wissen, warum dem so ist. Man geht davon aus, dass vielleicht der Stress Allergien begünstigt, oder die heutigen hygienischen Verhältnisse unter denen wir leben, schuld an häufig auftretenden Allergien sein könnten. Also mit anderen Worten, die durch und durch sauberen Wohnungen machen uns krank.
Diagnose und gängige Tests
Zur Klärung, welche Substanzen die Symptome auslösen, werden bestimmte Untersuchungen eingesetzt. Häufige Verfahren sind Hauttests, Blutuntersuchungen auf spezifische Antikörper und kontrollierte Provokationstests unter medizinischer Aufsicht.
Bei Hauttests wird eine kleine Menge des vermuteten Stoffes in die Haut eingebracht oder leicht eingeritzt, um eine örtliche Reaktion zu beobachten. Bluttests messen spezifische Antikörper gegen bestimmte Allergene, was besonders dann hilfreich ist, wenn Hauttests nicht möglich sind.
- Hautprick- oder Epikutantest
- Bluttest auf spezifisches IgE
- Kontakt- oder Nahrungsmittelprovokation unter Kontrolle
Vorbeugende Maßnahmen im Alltag
Es gibt praktische Maßnahmen, um die Exposition gegenüber Allergenen zu reduzieren und Beschwerden zu mindern. Dazu gehören gezielte Änderungen im Wohnraum, bei der Kleidung und bei der Ernährung, je nachdem, welches Allergen relevant ist.
Kleine Gewohnheitsänderungen können die Allergenbelastung senken und damit die Häufigkeit oder Schwere von Reaktionen verringern. Bei Hausstaubmilbenallergie helfen spezielle Bezüge, regelmäßiges Lüften und Reinigung; bei Pollenallergie kann das Meiden von besonders pollenreichen Orten Entlastung bringen.
- Wohnräume sauber halten und gut lüften
- Allergene in Textilien minimieren (häufiges Waschen, geeignete Bezüge)
- Bei Nahrungsmittelallergien Zutatenlisten prüfen und sichere Alternativen wählen
Umgang mit akuten allergischen Reaktionen
Bei leichten Reaktionen können Maßnahmen wie Kühlung, Antihistaminika oder kortisonhaltige Salben Linderung bringen, sofern diese Mittel geeignet sind. Bei Haut- und Schleimhautreaktionen helfen kühle Umschläge und geeignete topische Präparate.
Bei schweren Symptomen mit Atemnot, Hautausschlag am ganzen Körper oder Kreislaufproblemen ist eine sofortige Notfallbehandlung notwendig. Menschen mit bekannter schwerer Allergie tragen oft ein Notfallset mit sich, das Medikamente für akute Situationen enthält, und es ist wichtig, die Anwendung dieser Medikamente im Vorfeld zu kennen.
- Für leichte Beschwerden: symptomatische Maßnahmen wie Antihistaminika oder kühlende Umschläge
- Für schwere Reaktionen: Notfallmedikamente und rasche medizinische Hilfe
- Vorbeugend: Kenntnisse über Warnzeichen und sichere Aufbewahrung von Notfallmedikamenten
Häufige Fragen
Welche Allergiearten gibt es?
Zu den bekannteren Allergien gehören Heuschnupfen (Pollen-Allergie), Nahrungsmittel-Allergie, Tierhaar-Allergie, Kontaktallergie (zum Beispiel Nickelallergie) und Insektengift-Allergie. Grundsätzlich kann man auf fast alles allergisch reagieren, wobei in manchen Fällen von Pseudoallergien gesprochen wird.
Wie kommt man mit Allergenen in Berührung?
Allergene können auf verschiedenen Wegen in Kontakt kommen: man kann sie einatmen, essen oder auch berühren. Die Art des Kontakts hängt von der jeweiligen Allergie und dem Allergen ab.
Wann treten allergische Reaktionen auf?
Manche allergische Reaktionen treten sofort nach Berührung mit dem Allergen auf, andere erst nach Stunden. Dadurch ist es nicht immer leicht, das auslösende Allergen zu bestimmen.
Was sollte man bei Verdacht auf eine Allergie tun?
Bei Verdacht auf eine Allergie ist es wichtig, einen Arzt zu konsultieren. Allergische Reaktionen können harmlos oder lebensbedrohlich sein, daher ist ärztliche Abklärung sinnvoll.



