Rosenmontag ist immer der Montag vor Aschermittwoch und liegt 48 Tage vor Ostersonntag. Weil sich Ostern nach dem Mond richtet, wandert auch der Rosenmontag: frühestens fällt er auf den 2. Februar, spätestens auf den 8. März.
Rosenmontag: die Termine der nächsten Jahre
| Jahr | Weiberfastnacht | Rosenmontag | Aschermittwoch | Ostersonntag |
|---|---|---|---|---|
| 2027 | 4. Februar | 8. Februar | 10. Februar | 28. März |
| 2028 | 24. Februar | 28. Februar | 1. März | 16. April |
| 2029 | 8. Februar | 12. Februar | 14. Februar | 1. April |
| 2030 | 28. Februar | 4. März | 6. März | 21. April |
| 2031 | 20. Februar | 24. Februar | 26. Februar | 13. April |
| 2032 | 5. Februar | 9. Februar | 11. Februar | 28. März |
| 2033 | 24. Februar | 28. Februar | 2. März | 17. April |
| 2034 | 16. Februar | 20. Februar | 22. Februar | 9. April |
| 2035 | 1. Februar | 5. Februar | 7. Februar | 25. März |
Wie das Datum berechnet wird
Ausgangspunkt ist Ostern. Das Konzil von Nicäa legte im Jahr 325 fest: Ostersonntag ist der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond ab Frühlingsanfang, wobei der Frühlingsanfang kirchlich auf den 21. März gesetzt ist. Ostern kann deshalb frühestens am 22. März und spätestens am 25. April sein.
Vor Ostern liegt die 40-tägige Fastenzeit. Sie beginnt am Aschermittwoch, 46 Tage vor Ostersonntag – die sechs Sonntage zählen nicht als Fastentage. Rosenmontag ist zwei Tage davor, also 48 Tage vor Ostern. Daraus ergibt sich der Zeitraum vom 2. Februar bis 8. März.
Wer das Datum selbst ausrechnen will: Ostersonntag nachschlagen und sieben Wochen minus einen Tag zurückzählen. Liegt Ostern zum Beispiel am 28. März, ist Rosenmontag am 8. Februar.
Woher der Name kommt
Mit Rosen hat der Name wohl wenig zu tun. Die verbreitetste Erklärung führt ihn auf das kölsche Wort „rose“ oder „rasen“ zurück, das so viel wie tollen oder ausgelassen feiern bedeutet: der „rasende Montag“.
Eine zweite Deutung verweist auf den Sonntag Laetare, drei Wochen vor Ostern, der auch Rosensonntag heißt. An diesem Tag verlieh der Papst traditionell die Goldene Rose. Das Festkomitee in Köln, das sich 1823 gründete, soll seine Generalversammlung am Montag danach abgehalten und sich „Rosenmontagsgesellschaft“ genannt haben. Der Name wanderte später auf den Zugtag.
Der erste organisierte Rosenmontagszug zog 1823 durch Köln. Er sollte das wilde Straßentreiben in geordnete Bahnen lenken und stand unter dem Motto „Thronbesteigung des Helden Carneval“.
Der Karneval selbst ist älter als der Name Rosenmontag. Im Mittelalter war die Fastnacht der Vorabend der Fastenzeit: Bevor 40 Tage lang auf Fleisch, Eier, Fett und Alkohol verzichtet wurde, mussten die Vorräte aufgebraucht werden, und man feierte ausgiebig. Das Wort Karneval wird meist vom lateinischen „carne levare“ (Fleisch wegnehmen) abgeleitet, volkstümlich auch von „carne vale“ – „Fleisch, lebe wohl“.
Die großen Rosenmontagszüge
Köln
Der größte Zug Deutschlands zieht mehrere Kilometer durch die Innenstadt, mit Prunkwagen, Musikkapellen, Tanzgruppen und Traditionskorps wie den Roten Funken. Vom Wagen fliegen Kamelle (Süßigkeiten) und Strüßjer (kleine Blumensträuße). Hunderttausende stehen am Straßenrand, der Ruf lautet „Kölle Alaaf!“.
Düsseldorf
Bekannt für die politischen Mottowagen des Bildhauers Jacques Tilly, die regelmäßig weltweit Schlagzeilen machen. Die Entwürfe bleiben bis zum Zugtag geheim. In Düsseldorf ruft man „Helau!“.
Mainz
Hier heißt es Fastnacht. Zum Mainzer Zug gehören die Schwellköpp, große Pappmaché-Köpfe, die von Trägern durch die Straßen getragen werden, und die Zugplakette, mit deren Kauf man den Zug unterstützt. Der Narrenruf ist „Helau!“, die Farben sind Rot, Weiß, Blau und Gelb.
Weitere Hochburgen
Große Züge gibt es außerdem in Aachen („Oche Alaaf!“), Bonn, Koblenz, Münster und Braunschweig, wo der „Schoduvel“ schon am Sonntag unterwegs ist und als größter Umzug Norddeutschlands gilt.
Ist Rosenmontag ein Feiertag?
Nein. Rosenmontag ist in keinem Bundesland ein gesetzlicher Feiertag. In den Karnevalshochburgen haben trotzdem viele frei: Stadtverwaltungen in Köln, Düsseldorf oder Mainz schließen, zahlreiche Unternehmen geben einen Brauchtumstag, und viele Schulen haben bewegliche Ferientage auf den Rosenmontag gelegt.
Einen Anspruch darauf gibt es nur, wenn er im Arbeits- oder Tarifvertrag, in einer Betriebsvereinbarung steht oder sich eine betriebliche Übung gebildet hat – etwa weil der Arbeitgeber mehrere Jahre hintereinander vorbehaltlos freigegeben hat. Wer ohne Erlaubnis fehlt, riskiert eine Abmahnung.
Die närrischen Tage im Überblick
- Weiberfastnacht (Donnerstag): Auftakt des Straßenkarnevals. Frauen stürmen Rathäuser und schneiden Männern die Krawatte ab.
- Freitag: in vielen Orten Sitzungen und Partys, ohne eigenen Namen.
- Nelkensamstag: Umzüge in kleineren Orten und Stadtteilen.
- Tulpensonntag: In Köln ziehen die Schull- un Veedelszöch, die Umzüge von Schulen und Stadtvierteln.
- Rosenmontag: der Höhepunkt mit den großen Zügen.
- Veilchendienstag: letzter Karnevalstag. Um Mitternacht wird in Köln der Nubbel verbrannt, eine Strohpuppe, die symbolisch alle Sünden der Session auf sich nimmt.
- Aschermittwoch: „Am Aschermittwoch ist alles vorbei.“ Katholiken empfangen in der Messe das Aschekreuz, traditionell gibt es Fisch. Die Fastenzeit bis Ostern beginnt.
Karneval, Fastnacht, Fasching, Fasnet
Das Fest heißt nicht überall gleich und wird unterschiedlich gefeiert:
- Karneval im Rheinland mit Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen: Sitzungen, Prinzenpaare oder Dreigestirn, große Züge.
- Fastnacht in Mainz und Rheinhessen: besonders politisch-literarische Sitzungen, bekannt aus der Fernsehsitzung „Mainz bleibt Mainz“.
- Schwäbisch-alemannische Fasnet in Baden-Württemberg und Teilen der Schweiz: Hästräger mit geschnitzten Holzmasken, den Larven, und alte Figuren wie Hexen und Narren. In Rottweil zieht am Rosenmontag der Narrensprung.
- Fasching in Bayern und Österreich: vor allem Bälle und Umzüge.
Eine Besonderheit ist Damme im Landkreis Vechta, die Karnevalshochburg des Oldenburger Münsterlands. Dort wird eine Woche früher gefeiert als im Rest des Landes. Als Grund gilt ein alter kirchlicher Brauch; so ziehen der große Dammer Umzug und die übrigen Veranstaltungen eine Woche vor den rheinischen Hochburgen.
Tipps für den Besuch eines Rosenmontagszugs
- Früh da sein: Gute Plätze an der Zugstrecke sind in Köln, Düsseldorf und Mainz schon Stunden vor dem Start besetzt. Der Zugweg wird vorab von den Veranstaltern veröffentlicht, meist mit Startzeit und Zeitplan.
- Bus und Bahn nehmen: Die Innenstädte sind gesperrt, Parkplätze knapp. Die Verkehrsbetriebe fahren an Karneval mit verstärkten Takten und Sonderfahrplänen.
- Keine Glasflaschen: Köln erlässt für die Innenstadt an den Karnevalstagen ein Glasverbot, auch andere Städte haben Glas- und Waffenverbotszonen.
- Tüte mitbringen: Für Kamelle, Schokolade, Popcorn und Blumen. Kinder sammeln am meisten, wenn sie in der ersten Reihe stehen – mit gebührendem Abstand zu den Wagenrädern.
- Warm anziehen: Anfang Februar kann es eisig sein. Kostüme lassen sich gut über dicke Kleidung ziehen.
- Tribünenplätze: Sitzplätze auf Tribünen verkaufen die Veranstalter und Vereine gegen Eintritt, oft Monate im Voraus.
Häufige Fragen
Wann ist Rosenmontag 2027?
Am 8. Februar 2027. Weiberfastnacht ist am 4. Februar, Aschermittwoch am 10. Februar.
Wann beginnt die Karnevalssession?
Traditionell am 11.11. um 11:11 Uhr. Nach einer Pause über Advent und Weihnachten geht es ab Januar mit Sitzungen weiter, den Höhepunkt bildet der Straßenkarneval von Weiberfastnacht bis Veilchendienstag.
Warum ist Rosenmontag jedes Jahr an einem anderen Tag?
Weil er an Ostern gekoppelt ist und Ostern sich nach dem ersten Frühlingsvollmond richtet.
Gibt es an Rosenmontag schulfrei?
In Karnevalshochburgen meist ja, weil Schulen dort bewegliche Ferientage auf Rosenmontag legen. Einen landesweiten schulfreien Tag gibt es nicht.
